Welche Lebensmittel sind nun wirklich Halal / Helal

Grundsätzlich sind Lebensmittel Halal, also erlaubt. Nicht erlaubt, also Haram sind

  • alle Produkte und Nebenprodukte, die aus Schwein verarbeitet werden.

  • Sämtlichen Fleischprodukte von Tieren, die im Islam verboten sind.

  • Tiere, die nicht gemäss islamischen Recht geschlachtet wurden (Dhabiha = Zabiha) oder vor der Schlachtung bereits tot waren (Aas).

  • Tiere, die nicht im Namen Allah geschlachtet wurden.

  • Alkoholische Getränke und Alkolhol als Zusatzstoff.

  • Blut und Blutnebenprodukte

  • Kontaminierung mit einigen der obenerwähnten Produkte z. B. durch gemeinsame Lagerung mit Haram-Lebensmitteln.

Rohstoffe

Primär werden Rohstoffe in pflanzliche und tierische Ursprünge klassifiziert.

  • Tierische Rohstoffe sind nur erlaubt, wenn diese von erlaubten Tieren stammen, diese artgerecht gehalten wurden und nach den islamischen Vorschriften geschlachtet wurden.

  • Meerestiere bilden eine Ausnahme. Sie müssen nicht geschlachtet werden.

  • Eine artgerechte Haltung und rücksichtsvolle Behandlung der Tiere muss gewährleistet werden.

Verbotene tierische Rohstoffe

Folgende tierische Rohstoffe sind Haram also nicht erlaubt:

  • Fleisch von verendeten Tieren und deren Nebenprodukte

  • Blut und deren Nebenprodukte

  • Schweinefleisch und deren Nebenprodukte

  • Fleisch von Raubtieren mit Fangzähnen

  • Fleisch von Raubvögeln mit Krallen

  • Fleisch von erlaubten Tieren, die nicht nach erlaubter Weise oder nicht im Namen Allah s.t. geschlachtet wurden.

Die Schlachtung von Tieren

Das Islamische Schlachten ist ein Reinigungsprozess. Die Idee ist das ganze Blut aus dem Körper des Tier zu bekommen. Dabei muss beachtet werden, dass

  • nur die nach islamischem Recht erlaubten Tiere geschlachtet werden,

  • die Tiere im Namen Allahs geschlachtet werden,

  • dem Tier auf schonendste, schnellste und schmerzloseste Art und Weise das Leben genommen wird.

    Betäubung vor dem Schlachten ist erlaubt, solange diese reversibel ist. D.h. die Tiere dürfen durch den Betäubungsvorgang nicht sterben.

Beim Schlachten müssen die Halsschlagadern (Arterien und Venen), die Speiseröhre und die Luftröhre des Tiers durchtrennt werden.