Zusatzstoffe

Wer sich umfassend über Zusatzstoffe informieren und seine Einkäufe Halal-konform ausrichten möchte, der findet auf der Internetseite von Halal / Helal http://helal-haram.com/ dazu bis hin zu den möglichen gesundheitlichen Auswirkungen und zur Möglichkeit gezielter Recherchen ausgezeichnete Hilfestellung. Wir haben hier die einleitende Darstellung mit Genehmigung übernommen:

Was sind Zusatzstoffe und wozu werden sie benötigt?

Mit dem beachtlichen Wachstum der Weltbevölkerung wuchsen auch die Lebensmittelproduktion und dadurch auch die Lebensmittelindustrie. Um die große Nachfrage an Nahrungsmitteln decken zu können, bemühen sich die Unternehmen massenweise Lebensmittel herzustellen, welche gleichzeitig lange haltbar und sensorisch (Geschmack, Geruch, Aussehen, Konsistenz usw.) optimal sind. Da die natürlichen Eigenschaften unserer Lebensmittel für diese Ziele nicht ausreichen, kommt hier der Einsatz vieler verschiedener Zusatzstoffe in Frage. Mit Hilfe der Zusatzstoffe können die Produkte lange Zeit und ohne Verderben in Regalen der Supermärkte bestehen, bis der Verbraucher sie endlich konsumiert. Weiterhin werden Zusatzstoffe in Lebensmittel zugesetzt, um den Nährwert zu verbessern, den Genusswert zu steigern, die Eigenschaften zu verbessern oder um die technischen Prozesse zu vereinfachen.

Gesetzliches

Zusatzstoffe nach dem Lebensmittel-, Bedarfsgegenstände- und Futtermittelgesetzbuch (LFGB) sind Stoffe, die aus technologischen Gründen ins Lebensmittel absichtlich zugesetzt werden, um deren Eigenschaften (z. B. Haltbarkeit, Verarbeitbarkeit, Geschmack oder Aussehen) den Wünschen der Konsumenten und Lebensmittelhersteller anzupassen.

Die europäische Union definiert die Lebensmittel in der Richtlinie (Gesetz ähnlich) 89 / 107 EWG als Stoffe mit oder ohne Nährwert, die in der Regel weder selbst als Lebensmittel verzehrt, noch als charakteristische Zutat eines Lebensmittels verwendet werden.

Es gibt viele verschiedene Zusatzstoffe und sie dürfen nur in limitierten Mengen und in bestimmten Lebensmitteln verwendet werden. So viel wie nötig, So wenig wie möglich gilt, wenn keine Höchstmengen für einen Zusatzstoff vorgeschrieben sind.

Bei Zusatzstoffen gibt es noch Verbotprinzip, d.h. Zusatzstoffe sind grundsätzlich verboten. Sie dürfen nur verwendet werden, wenn sie ausdrücklich zugelassen (= erlaubt) sind. EU-weit sind rund 320 Zusatzstoffe zugelassen. Jedes Land hat aufgrund der unterschiedlichen Verzehrsgewohnheiten und Hygienebedingungen unterschiedliche Zusatzstoffe im Einsatz. z.B Ein Farbstoff kann in Deutschland zugelassen sein, während er z.B. in USA, England oder Schweden nicht erlaubt ist. Aus diesem Grund werden für jedes Land verschiedene Farbstoffe bei der Färbung der Produkte eingesetzt.

Regeln für die Zusatzstoffverwendung

Zusatzstoffe dürfen nur eingesetzt werden, wenn drei Grundbedingungen erfüllt sind:

  • Sie müssen technologisch notwendig sein, wenn mit dem Zusatzstoff eine gleich bleibende Qualität oder Stabilität eines Lebensmittels erzielt wird. Zubereitung von Pudding oder Sauce mit Hilfe von Geliermittel.

  • Sie dürfen den Verbraucher nicht täuschen.

  • Um eine fehlerhafte Verarbeitung zu verbergen oder schlechte Qualitäten der Rohstoffe zu vertuschen, darf der Zusatzstoff nicht verwendet werden. Das synthetische Färben werden oft in Fleischwaren zugesetzt, damit man einen frischen Ausdruck vom Produkt hat. Sie müssen gesundheitlich unbedenklich sein. Ein Zusatzstoff darf kein Risiko für die Gesundheit beim Verzehr in der angewendeten Konzentration darstellen.

Zusatzstoffe sind auf der Zutatenliste eines Lebensmittels leicht zu finden. Dort sind sie mit E-Nummer oder ihrem Namen aufgeführt. Dieser Name beschreibt die Funktion des Stoffes im Lebensmittel. Zusätzlich zum Klassennamen ist entweder der Zusatzstoffname oder die EU-einheitliche E-Nummer genannt. Manchmal schreibt der Hersteller auf der Zutatenliste E471, oder deren Namen Mono- und Diglyceride von Speisefettsäuren. Hier denkt man, als ob es zwei unterschiedlichen Stoffen gibt. Aber in der Tat sind beide dasselbe Produkt.

Die E-Nummern sind EU-weit gültig. “E” steht für “EG/EU” bzw. für “edible/ essbar”. Gelatine ist ein reines Lebensmittel und benötigt deshalb im Gegensatz zu vielen anderen Stabilisierungsmitteln keine E-Nummer.

Lebensmittel die keine Zusatzstoffe enthalten dürfen

Frische Molkereiprodukte ohne Fruchtzusatz, frische Buttermilch, Milch, Naturjoghurt (könnte Gelatine enthalten),Quark (Fermentation könnte durch Lab sein), Kefir ohne Früchte (leicht alkoholhaltiges Milchgetränk), Eier, Honig, Mineralwässer, frisches Gemüse, Sauermilch ohne Früchte, Saure Sahne, frische Kartoffeln, Sprossen und Keime, frisches Obst (Oberflächenbehandlungsmittel), Reis (nicht Schnellkochreis), Getreide, frische Pilze, rohes Fleisch, reines Pflanzenöl (raffiniertem Olivenöl darf Vitamin E zugesetzt werden), getrocknete Nudeln, Nüsse, Samen und Hülsenfrüchte sowie Kaffeepulver.